Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Gehölzpflegemaßnahmen 2019

Eschentriebssterben breitet sich auch im inneren Landkreis aus
Der Gemeinde Schönau a.Königssee informiert

Bei den Baumkontrollen auf den Grundstücken des Wasserwirtschaftsamts an den vier größeren Talwildbächen (Berchtesgadener Ache, Bischofswiesener Ache, Königsseer Ache und Ramsauer Ache) wurden an vielen Bäumen große Schäden festgestellt. Überwiegend handelt es sich um Eschen, die vom Eschentriebssterben betroffen sind. Andere Baumarten sind nur in geringem Umfang vertreten. Bei diesen sehr stark geschädigten Einzelbäumen verschiedener Größen ist eine Fällung unumgänglich. Am Klingerbach in der Gemeinde Schönau a. Königssee müssen umgestürzte Bäume der letzten Sturmereignisse aus dem Bachbett entfernt werden, da diese den Abfluss behindern und unkontrollierte Verklausungen verursachen können.

 

Die Gehölzpflege- und Verkehrssicherungsmaßnahmen des Wasserwirtschaftsamts Traunstein wurden im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Die Arbeiten finden aus artenschutzrechtlichen Gründen außerhalb der Vegetations- und Vogelbrutzeit in den Monaten Januar und Februar statt. Zu diesem Zweck müssen Wege und Straßen abschnittsweise im Bereich der Maßnahmen temporär gesperrt werden. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein bittet die Bevölkerung dafür um Verständnis und versucht die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen so kurz wie möglich zu halten.

 

Die Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts kontrollierten die Bäume in der Au zuletzt im Herbst im belaubten Zustand. Betrachtet wurden nur die Bäume im Fallbereich der Wege oder anderer Infrastrukturen, das heißt in einem Abstand von bis zu 25 Meter. Alle geschädigten Bäume wurden klassifiziert und die notwendigen Maßnahmen festgelegt. Die im Wasserwirtschaftsamt mit diesen Aufgaben betrauten Mitarbeiter sind für die Baumbeschau ausgebildet und kennen ihre Verantwortung, sowohl gegenüber den Nutzern als auch gegenüber der Natur. Wenn gravierende Schäden an einem Baum festgestellt werden, die zu einer Gefährdung der Nutzer führen können, hat der Schutz der Nutzer Vorrang. Bäume, die so weit von den Infrastruktureinrichtungen entfernt stehen, dass keine Gefahr für die Nutzer besteht, bleiben außer Betracht.

 

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein verwaltet im inneren Landkreis die Grundstücksflächen des Freitstaates Bayern von Berchtesgadener Ache, Bischofswiesener Ache, Königsseer Ache und Ramsauer Ache. Als Vertreter des Grundeigentümers Freistaat Bayern trägt das Wasserwirtschaftsamt Traunstein die Verantwortung, dass die Nutzer von Wegen nicht durch herabfallende morsche Äste oder umstürzende Bäume gefährdet werden. Deshalb ist es unumgänglich den Zustand der Gehölze im Rahmen einer Baumbeschau fachlich zu bewerten und sich daraus ergebende Maßnahmen durchzuführen. Dies sind in der Regel entweder Pflegemaßnahmen am stehenden Baum durch Rückschnitte einzelner abgestorbener Äste oder, bei einer großen Schädigung des gesamten Baumes oder des Wurzelwerks, die Fällung.

 

Neben den Gehölzpflegemaßnahme, die zur Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht durchgeführt werden, kümmert sich das Wasserwirtschaftsamt Traunstein auch um den schadlosen Hochwasserabfluss in den Gewässern. Wenn sich Gehölze im Abflussquerschnitt eines Baches soweit ausgebreitet oder verdichtet hat, dass dies den Abfluss behindert, ist das Freischneiden im Gewässer erforderlich. Meistens sind davon jedoch keine großen Bäume betroffen sondern nur dünne Gehölze oder Stauden. Vorrangig wird die Flussmeisterstelle Piding in einigen Bächen umgefallene Bäume durch die letzten Herbststürme entfernen.

 

 

drucken nach oben

Gathered data!